Seit einigen Monaten ist nun schon bekannt, dass Anfang September (06.09.) mit Destiny 2, eins der beliebtesten Konsolengames in die nächste Runde geht. Kein Wunder also, dass sämtliche News, rund um die Fortsetzung, mit reisender Begeisterung aufgenommen werden. Vor allem die Ankündigung der Beta versetzte die Fans in einen wahren Freudentaumel. Dabei konnten sich alle Vorbesteller einen Vorabzugang ab dem 18.07. (PS 4) bzw. 19.07. (Xbox) sichern, während ab 21.7. die restlichen Spieler (PC Gamer ausgenommen, hier startet die Beta im August) in den Genuss kommen, das Spiel zu testen. Wie die Beta ankam und welchen Eindruck Destiny 2 macht, möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Ja, der Hype um Destiny 2 hielt sich zumindest beim Autor, trotz über 1000 Spielstunden in Destiny, wahrlich in Grenzen. Aus diesem Grund habe ich bisher auf die Vorbestellung des Nachfolgers verzichtet. Dennoch konnte ich mir einen Code für die Closed Beta sichern, um somit bereits zum Start der geschlossenen Testphase mit von der Partie zu sein. Diese startete für alle Besitzer einer Xbox, wie bereits eingangs erwähnt, am Mittwoch den 19.07.2017 um 19 Uhr. Pünktlich um 18:59 stand ich also in der Warteschlange, der Kasse, eines bekannten deutschen Discounters und konnte daher erst mit einer kleinen Verzögerung ins Spiel starten. Glücklicherweise war der Beta-Patch, welcher vor dem Beginn zwingenderweise installiert werden musste bereits fertig und so konnte ich ohne weitere Umschweife endlich wieder mit meinem geliebten Titan in die Schlacht ziehen.

Im Startbildschirm erwartet den Spieler wie gewohnt eine epische Titelmelodie, die allen Fans von Destiny eine richtige Gänsehaut beschert. Hat man sich anschließend für eine der drei Klassen (Jäger, Titan oder Warlock) entschieden, startet das Abenteuer mit dem bereits aus vielen Trailern bekannten Angriff auf den Turm, durch die Kabale. Nach diesem bombastischen Intro, kommt dann auch ihr endlich ins Spiel. Von einer Außenmission heimkehrend, entdeckt ihr das Chaos, welches die Kabale angerichtet haben. Ohne groß zu zögern, werft ihr euch mitten in die Schlacht und begebt euch auf die Suche nach euren Weggefährten, die erste Mission „Heimkehr“ beginnt.

Kaum hat man die ersten Schritte hinter sich gebracht und die ersten Feinde eliminiert, spürt man langsam das vertraute Destiny Spielgefühl wieder in die Finger zurückkehren. Allerdings fühlt sich das Gameplay ein klein wenig langsamer an als noch im Vorgänger, dies kann an der langen Pause (6 Monate) des Autors liegen, oder wirklich damit zusammenhängen, dass die Entwickler hier etwas Schnelligkeit aus dem Spiel herausgenommen haben. Hinzu kommt, dass die zur Verfügung stehenden Waffen nicht das allerbeste Handling und etwas wenig Durchschlagskraft zu bieten haben, was die ersten Spielminuten dann doch ein wenig unsicher gestaltet. Auffällig ist zudem, dass sowohl die Granaten, als auch der Superangriff relativ lange benötigen, um aufzuladen. Jedoch darf man an dieser Stelle nicht vergessen, dass diese Funktionen durch die verschieden Rüstungsteile individuell angepasst werden können und es hier mit Sicherheit wieder genug Möglichkeiten gibt, um die Aufladung zu beschleunigen. Dies bestätigten auch die Angaben im Ausrüstungsmenü. Steht einem dann jedoch die Super endlich zur Verfügung, kommt man gar nicht mehr aus dem Grinsen heraus. In typischer Captain America Manier, packt der Titan als Sentinel, sein Leere-Schild aus und pflügt damit durch die Horden an Gegnern. Das sieht nicht nur geil aus, sondern macht auch wahnsinnig Laune. Auch der neu eingeführt Schutzwall (längeres drücken von B) erhöht den Spielspaß gewaltig und fügt dem Shooter eine gewisse taktische Note hinzu.

Positiv überrascht war ich übrigens, über die Länge sowie den ansprechenden Schwierigkeitsgrad der ersten Mission, für die ich über eine halbe Stunde an dem Bildschirm gefesselt war. Dies kann wiederum aber auch daran liegen, dass ich mir etwas Zeit genommen habe, um die Umgebung genauer zu betrachten und mich mit den verschiedenen Waffentypen etwas vertraut zu machen. Weiterhin kann ich das neue Storytelling, auf welches Bungie große Stücke hält, zum aktuellen Zeitpunkt nur loben und ich hoffe, dass am Ende das ganze Spiel auf diese Art und Weise aufgebaut ist. Auch der Strike, „Die verdrehte Säule“, kann dank seiner Größe und der eingebauten Mechaniken durchaus Punkten und weiß zu überzeugen. Der darin auftretende Bossgegner, bekämpft uns nicht nur mit unzähligen Gegnern und einer durchschlagenden Waffe, sondern ist in drei Phasen aufgeteilt, in denen noch zusätzliche Schwierigkeiten (z.B. der Boden ist Lava) auf die Hüter zukommen und mitbedacht werden müssen. Im PvP kann neben dem allseits bekannten Kontrollemodus, auch der neue Modi, Countdown, angetestet werden. Im Allgemeinen fällt im PvP vor allem die deutlich höhere „Time to Kill“, also die Zeit die man benötigt um seinen Gegner zu erledigen, auf. Dies kann als Vor- bzw. Nachteil gesehen werden, erfordert jedoch auf jeden Fall ein gewisses Umdenken im competetiven Bereich.

 

Fazit:

Während mir vor einer Woche die Erwähnung von Destiny 2 nur ein Gähnen ins Gesicht zaubern konnte, hat sich das seit dem Start der Beta deutlich geändert. Das Spiel macht auf jeden Fall Spaß und ist für Fans von Destiny ein ganz klares Muss. Alles was das Spiel ausmacht, ist in besserer Form wieder mit dabei und lässt viele tolle Erinnerungen aufblühen. Allerdings liegt auch genau hier das größte Problem, denn Destiny 2 fühlt sich aktuell noch nicht an wie eine Fortsetzung, eher wie ein weiterer großer DLC à la „Taken King“. Jedoch hoffe ich, dass Bungie aus seinen Fehlern gelernt hat und seine bisherigen Versprechungen einhält. Weiterhin wäre es super, wenn sich die Entwickler das massive Feedback der Community zur Beta, entsprechend zur Brust nehmen und die Zeit bis zum Release nutzen, um das Eine oder Andere noch zu überarbeiten.

In den nächsten Tagen werde ich zusätzlich noch die anderen beiden Klassen testen, um mir ein weitaus umfassenderes Bild zu Destiny 2 machen zu können. Zudem wird es wohl möglich sein, in der letzten Stunde der Beta den neuen Treffpunkt der Hüter, die Farm genannt, zu betreten. Eine Gelegenheit, die ich mir nicht entgehen lassen möchte. Letztendlich bin ich mir bereits jetzt schon sicher, dass ich das Spiel von Beginn an mit großer Begeisterung spielen werde und ja so langsam nimmt auch bei mir der Hypetrain Fahrt auf. Zum Glück ist es bis zum Release nicht mehr allzu lang hin.

Wie sieht es bei euch aus, habt ihr die Beta zu Destiny 2 bereits spielen können bzw. werdet ihr bei der offenen Beta einsteigen? Was haltet ihr vom Spiel eher ein Destiny 1.5 oder doch was ganz Neues? Lasst es uns wissen und schreibt es in die Kommentare.

 

Bildquelle:

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Author TerrX
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Comments (1)

  • 24. Juli 2017 at 9:38
    […] ersten Eindruck von der Fortsetzung des MMO-Shooters zu machen. Was wir davon halten, könnt ihr hier nachlesen. Zum ursprünglichen Abschluss (die Beta wurde mittlerweile verlängert) dieser […]

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